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UniOS – alles nur ein Fake

26 August, 2011 (12:30) | Bad Bytes | Soriert nach: flo

Eigentlich war es zu erwarten. Wie kann es auch angehen, daß ein so kleines Team faktisch die gesamte Kultur der Betriebssysteme in Frage stellt. Es ist schlichtweg alles nur gelogen

Wie golem.de bereits richtig feststellte, stimmt etwas nicht mit uniOS. Die Versprechungen waren zu vollmundig, die Fakten traurig – wir zitieren mal:

  • Es ist kein von ihm entwickeltes OS
  • Es wurden keine 52 Millionen Zeilen geschrieben
  • Es wurde kein NT-”Kernel/Schicht” geschrieben
  • Es wurde keine MacOS-”Kernel/Schicht” geschrieben
  • Er konnte nicht mal eine native OSX Anwendung von einem Flash-Nachbau unterscheiden obwohl in der Meldung sogar das Wort “FLASHPLAYER” auftauchte
  • Er hat die Familie belogen
  • Er hat seinen Informatiklehrer (den man wegen Inkompetenz feuern müsste) belogen
  • Er hat die Presse belogen
  • Er hatte mehrmals die Möglichkeit das ganze Klarzustellen aber er tat es nicht
  • Die Presse hat Zeit und Geld verschwendet
  • Sponsoren/Investoren haben ggf. Zeit und Geld verschwendet

Um ehrlich zu sein, das konnte man fast erwarten. Mit 18 Jahren ist es schlichtweg unmöglich, mit so wenigen Personen so ein Projekt zu stemmen.

Offen bleibt nun die Frage: “Was sollte das Ganze?” – ob Maik Mixdorf, sofern dies überhaupt sein richtiger Name ist, dazu Stellung beziehen wird, ist fraglich. Die Facebookseite wurde derweil gelöscht. Zitat Maiks Vater in dem Interview mit golem.de:

Bisher hätten schon 700 Leute wegen UniOS angefragt, sagt sein Vater, und stolz: Maik hat das alles allein gemacht.”

Kommentare

Comment von Zentri
Am 28. August 2011 um 09:54

Echt gutes Zitat bzw. Zusammenfassung. Vorallem finde ich die Frage bezüglich des Names echt interessant. Diese Frage habe ich sebst nicht gestellt, aber sie macht mich neugierig!
Hat jemand von den Readkteuren mal aufs klingelschild gesheen ob überhaubt der Name echt ist?
Wenn die frage wirklich Ironisch ist, dann find ich diesen Artikel wirklich gut! ich stelle mir die Frage bei Herrn Mixdorf, ob er schlichtweg Aufmerksamkeit wollte. Hätte er Busybox und ne Bauanleitung bei Goggle gesucht (gibs als PDF im Netz und im PC Magazin als “Dich krieg ich klein”), dann hätte ich gesagt ok er hat es wenigstens mit Busybox gebut und selbst dran gebastelt. Er hat sich also damit beschäftig, aber einfach sich ein Betriebsystem, das fertig ist einfach programme installiert und dan ist gut. Ich halte das für, so wie ich Golem und die trackbacks verstandn habe, Augenwäscherei. Wenn ich mir Busybox ansehe und die Anleitung dazu, so kann ich ein Betriebsystem (in diesem Fall Linux) bauen, das auf jedem Rechner läuft, egal wie alt. Mit Busybox wird ein Konsolenlinux gebaut, dann kann ich jeden Kernel einbinden (ob Linux Kern 1.x., 2.x oder 3.x). Es konnen auch Desktop und Pakete (egal ob debian .deb, .rpm oder ein anders), Netzwerkstacks und anderes eingebunden werden.

Comment von flo
Am 28. August 2011 um 17:59

Natürlich schwingt hier ein Hauch von Ironie mit, vielleich auch 5-6 Häuche – ich bin mal gespannt, ob sich “Mike Mixdorf” dazu noch äussern wird … :)

Comment von Zentri
Am 30. September 2011 um 15:13

Update:
Maik Mixdorf plant sein UniOS nächstes jahr zu veröffentlichen.
beweis hier:
http://www.wa.de/nachrichten/kreis-unna/stadt-werne/maik-mixdorf-taucht-1374947.html
Darin auch eine Äßerung von Maik.

MFG

Zentri

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